Wer trauert?

Prinzipiell jeder!

Es trauert jeder, der jemanden oder auch etwas verloren hat (Eine Definition von Trauer). Doch ist auch jeder dazu in der Lage zu trauern? Es gibt sicherlich einzelne (psychische) Erkrankungen, die es nicht zu lassen (Trauer-)Gefühle zu empfinden. Sonst trauert jeder, der die Konzepte des Todesverständnisses erfasst:
 

Zeit: Der Zustand des Todes besteht für immer.

Transformation: Durch das Sterben gibt es eine Umwandlung von lebendig zu nicht lebendig.

Unumkehrbarkeit: Die Transformation kann nur in eine Richtung stattfinden.

Kausalität: Die Todesursache wird verstanden. (vgl. magisches Denken im Folgenden)

Universalität: Der Tod betrifft alle Menschen, aber auch Tiere und andere Lebewesen.

 

Definiert man Trauer bereits durch das Empfinden von Trennungsschmerz, so trauern bereits Säuglinge, wenn ein Elternteil stirbt und somit fehlt. Dieser Kummer als Form von Trauer setzt voraus, dass ein Kind ein inneres Bild von einem Objekt oder einer Person hat, auch wenn diese sich nicht in seinem direkten Umfeld befinden. Die Personenpermanenz (vor dem 8. Monat) beginnt sich vor der Objektpermanenz (8.-10. Monat) zu entwickeln, ist jedoch auch erst später vollständig ausgeprägt (2. Lebensjahr).

Versteht man diesen Trennungsschmerz nicht als Trauer, so setzt Trauern das obige Todesverständnis voraus. Diese Definition benötigt man sicherlich bei einer weniger engen Bindung z.B. zu den Großeltern oder anderen Verwandten, bei der es nicht zu einem direkten Trennungsschmerz kommt.

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