Bestattungsvorsorge

Vorkehrungen treffen

,,Ein Volk wird so beurteilt, wie es seine Toten bestattet” Perikles 430 v. Chr.

Der Mensch zeichnet sich vor allen Lebewesen in der Natur dadurch aus, dass er in der Lage ist, seinen eigenen Tod zu erfassen und sich mit diesem auseinanderzusetzen. Alle Religionen, Philosophien und Weltanschauungen dieser Welt befassen sich mit Vorstellungen über das Jenseits und erfüllen damit jede auf ihre Weise die Wünsche der Menschen auf eine Darstellung des Zustands nach dem Tod. Ihren Ausdruck finden diese Vorstellungen in der jeweiligen Bestattungskultur, diese ist für nachfolgende Generationen ein Gradmesser für den kulturellen Standard.

Die heutige Gesellschaft wird regiert von wirtschaftlichen Gesetzen, Mobilität und Schnelllebigkeit. Die Familien werden kleiner, die sozialen Bindungen werden lockerer. Es steigt die Anzahl derjenigen, die vereinsamt leben.

Der Tod ist ein natürlicher Vorgang, der früher für die Menschen zum Lebensbestandteil gehörte, wird heute verdrängt, er wird tabuisiert. Die Toten der Fernsehkrimis und Western-Serien widersprechen dieser These nicht. Sie werden abstrahiert, als nicht real empfunden.

Der eigene Tod, der Abschied vom Partner, von nahen Angehörigen tritt oft unvorbereitet und überraschend ein, meist in der Abgeschiedenheit eines Alters- oder Pflegeheimes oder im Krankenhaus.

Vorsorge heißt: Verantwortung in eigener Sache und selbst bestimmen

Angehörige wissen oft nicht wie sich der Verstorbene seine Bestattung gewünscht hat, weil niemand gerne über das Thema sprechen wollte.

Bei Verstorbenen ohne Angehörige beauftragt eine Behörde den Bestatter. Dabei bestimmen völlig fremde Personen - zwangsläufig unpersönlich - nach gesetzlichen und finanziellen Gesichtspunkten die Bestattungsart. Religiöse oder weltanschauliche Aspekte werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht beachtet. Mögliche Wünsche nicht recherchiert.

Ein Prozess des Umdenkens muss einsetzen, der die moderne Kleinfamilie entlastet und Ersatz schafft für die fehlende Fürsorge des Staates.

Immer mehr Menschen treffen Vorsorge, und zwar nicht nur gegen die Risiken des täglichen Lebens, sondern insbesondere und gerade für den mit Gewissheit zu erwartenden Tod und die damit verbundene Bestattung.

Vorsorge heißt: Notwendiges selber regeln und Entlastung der Angehörigen

Man muss heute nichts mehr dem Zufall überlassen, sich nicht auf andere verlassen, insbesondere nicht auf die Gesellschaft. Man kann mit einer Bestattungsvorsorge sicherstellen, dass alle Wünsche bei der dereinstigen Bestattung beachtet und erfüllt werden.

Nicht nur im Sinne der Selbstverwirklichung, sondern auch um seine Angehörigen in einer Situation zu entlasten, in der sie naturgemäß unter psychischen Druck stehen.

Im Vorsorgevertrag kann zu Lebzeiten alles für die eigene Bestattung bis ins letzte Detail geregelt werden, Sarg und Urne, Texte und Motive für den Trauerdruck, Blumenschmuck. So hat man die Sicherheit, dass die eigenen Wünsche und Vorstellungen nach dem Ableben verbindlich erfüllt werden.
Oder man gibt den Angehörigen nur einige Parameter vor (z.B. die Bestattungs- und Grabart) und lässt ihnen Entscheidungsfreiheiten, die ihnen in der Trauerarbeit auch hilfreich sein können.

In jedem Fall vereinfacht man bürokratische Vorgänge und Formalitäten und vereinfacht die finanziellen Aspekte.

Alleinstehende werden in der Regel umfangreichere Festlegungen treffen als jemand mit Familie. Besteht ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu den Angehörigen, kann ein Vorsorgevertrag auf wenige wichtige Dinge beschränkt bleiben. Sonst empfiehlt sich eine umfangreichere Absicherung.

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