Wie mache ich eine Bestattungsvorsorge?

Es gibt zwei wichtige Aspekte!

1. Vertrag über die eigene Wünsche

Der Bestattungsvorsorgevertrag wird in zwei gleichlautenden Exemplaren ausgestellt. Ein Vertrag bleibt beim Auftraggeber der andere beim Institut. Die Einrede dritter Personen ist nicht möglich.

Alle wichtigen Dokumente verbleiben beim Institut, damit sie im Sterbefall direkt greifbar sind.

Der Vertrag kann jederzeit geändert oder auch aufgelöst werden.

Der Vertrag sollte möglichst in der Wohnung verbleiben, damit er im Todesfalle gefunden werden kann.

Über den Abschluss der Bestattungsvorsorgevereinbarung sollte man die nächsten Angehörigen oder andere Vertrauenspersonen informieren.

2. Finanzielle Absicherung

Generell gilt, dass der Auftraggeber einer Bestattung die Kosten trägt und bei Abweichung diese vom Erben einzufordern sind. Mit einer finanziellen Absicherung greift man diesen möglichen Diskrepanzen vor, wenn zum Beispiel wegen langer Pflegebedürftigkeit kein Nachlass mehr vorhanden ist.

Bei Pflegebedürftigkeit oder ähnlichem wird, ehe die Unterhaltspflichtigen in Regress genommen werden, das Vermögen der zu Pflegenden aufgebraucht. Hierzu zählt alles Vermögen bis auf eine Summe von 5.000 €, dem Schonvermögen nach §90 SGB XII.

Geld, das zweckgebunden für die Bestattung angelegt ist, zählt nicht zu dieser Summe. Es wird gesondert betrachtet, ist theoretisch in der Höhe unbeschränkt und richtet sich nach der Ortsüblichkeit und dem (gesellschaftlichen) Stand. Einen einheitlichen Betrag gibt es daher weder bundesweit noch lokal.  Allerdings versuchen diverse Sozialämter immer wieder Gesetztes widrig Vorsorgenden oder Angehörigen einen solchen fixen Betrag vorzuschreiben.

Doch in der Art und Sicherheit der Anlage gibt es Unterschiede:

Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG

Hier gibt es eine bessere Verzinsung als auf normalen Sparbüchern und der Zugriff Dritter ist erschwert. Das Konto wird auf den Namen des Vorsorgenden mit einer Ausfallbürgschaft der Stadtsparkassen (u.a. Wuppertal und Köln) geführt. Das Geld bleibt somit im Besitz des Vorsorgenden. Darüber hinaus ist man als Mitglied des Kuratoriums, im Todesfalle noch mit einer Auslandsrückholversicherung von max. 5.000 € im europäischen und mit max. 10.000 € im außereuropäischen Ausland, bei der Allianz AG versichert (ohne Sonderbeitrag). Anders als bei einer Versicherung gibt es keine regelmäßigen Beiträge, sondern eine einmalige Zahlung.

Sparbücher

Sparbücher bieten weder Sicherheit noch Verzinsung.Niemals sollten Sparbücher auf den Namen eines Bestatters ausgestellt werden, da diese im Falle einer Insolvenz des Betriebes verloren sind. Auch sollten keine Barzahlungen an Bestatter geleistet werden. Sparbücher gelten auch mit Sperrvermerk nicht als zugriffssicher gegen die Ansprüche Dritter, wie z.B. das Sozialamt bei einer Bezuschussung eines Heimaufenthaltes.

Lebensversicherungen und Sterbegeldversicherungen

Diese Versicherungen können durch ein unwiderrufliches Bezugsrecht, das nur mit Einverständnis des Berechtigten (z.B. Kündigung des Bestattungsvorsorgevertrages) aufgehoben werden könnte, als sichere finanzielle Absicherung einer Bestattungsvorsorge angesehen werden.
Aufgrund der Finanzpolitik der Versicherungen sollte man nur mit den garantierten Beträgen kalkulieren, Überschussbeteiligungen sollten als nicht real existent betrachtet werden.

Einverstanden!

Wir sind ständig bestrebt unsere Webseiten zu verbessern und verwenden auf unseren Webseiten Cookies.
Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Nutzung der Cookies einverstanden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Impressum und unserer Datenschutzerklärung.