Bestattungsarten im Überblick

Bestattungs­arten: Welche Möglichkeiten gibt es?

Von der klassischen Erdbestattung über die Feuerbestattung bis hin zu naturnahen und alternativen Formen: Die Wahl der Bestattungsart ist eine sehr persönliche Entscheidung, die von Überzeugung, Religion und Lebenseinstellung abhängt. Wir begleiten Sie bei dieser Entscheidung und erklären Ihnen alle Möglichkeiten.

Die zwei Grundformen

Erdbestattung oder Feuerbestattung?

Zwei grundlegende Formen der Bestattung stehen zur Wahl: die Erdbestattung und die Feuerbestattung. Beide bilden die Basis für eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, darunter die anonyme Beisetzung, die Urnenseebestattung, die Ausstreuung der Asche, die Baumbestattung oder andere naturnahe Formen.

 

Welche Bestattungsart die richtige ist, hängt von persönlichen Werten, religiösen Überzeugungen und der individuellen Lebenseinstellung des Verstorbenen und seiner Angehörigen ab.

Die Erdbestattung

Die Erdbestattung ist eine der ältesten und bis heute verbreiteten Bestattungsformen in Westeuropa. Der Verstorbene wird in einem Sarg zur letzten Ruhe gebettet und nach der Trauerfeier auf einem Friedhof beigesetzt.

 

Diese Form der Bestattung gibt vielen Angehörigen einen festen Ort der Erinnerung und Trauer, den sie jederzeit aufsuchen können.

Die Feuerbestattung

Bei der Feuerbestattung wird der Verstorbene eingeäschert und die Asche anschließend in einer Urne beigesetzt. Für die Einäscherung ist eine schriftliche Willenserklärung erforderlich, entweder vom Verstorbenen selbst oder von den nächsten Angehörigen. Die Urnenbeisetzung bietet dabei große Flexibilität: von klassischen Friedhofsgräbern über Kolumbarien bis hin zu See- und Baumbestattungen sind viele Formen möglich.

Der Friedhof als Beisetzungsort

Der Begriff Friedhof leitet sich nicht vom Frieden ab, sondern beschreibt schlicht ein begrenztes, ummauertes oder eingezäuntes Areal.

 

Bis zur Zeit Napoleons lagen Friedhöfe als Kirchhöfe direkt rund ums Gotteshaus. Wachsendes Hygienebewusstsein verdrängte sie aus dem Ortskern – bis das spätere Stadtwachstum sie wieder einholte.

 

Im Abendland galt es seit jeher als undenkbar, außerhalb eines Friedhofs bestattet zu werden. Diese Form der Ausgrenzung traf Suizidanten, Ehebrecher, Verbrecher und Angehörige unehrenwerter Berufsgruppen.

 

So entwickelten sich Friedhöfe unabhängig von ihrer jeweiligen Lage zu Kultstätten, an denen im Laufe der Zeit verschiedene Grabformen und Grabarten entstanden.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zu Bestattungsarten oder möchten Sie bereits vorsorgen? Unser Team steht Ihnen in Haan persönlich zur Verfügung.

Mo. bis Fr., 08:00 bis 17:00 Uhr

Grabformen im Überblick

Beim Thema Grabformen unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Varianten: dem Wahlgrab und dem Reihengrab. Beide stehen sowohl für Urnen- als auch für Sargbeisetzungen zur Verfügung. Wird ein Wahlgrab ursprünglich für eine Sargbeisetzung erworben, können dort in der Regel auch Urnen nachbestattet werden.

Wahlgrab (Familiengrab)

Das Wahlgrab bietet die größtmögliche Flexibilität: Lage und Gestaltung sind frei wählbar, die Nutzungsdauer kann jederzeit verlängert werden. Obwohl man umgangssprachlich vom „Grabkauf“ spricht, handelt es sich rechtlich eher um eine langfristige Pacht.

Freie Lagewahl auf dem Friedhof

Nutzungsdauer jederzeit verlängerbar

In Haan: 1 Sarg + bis zu 2 Urnen je Grabstelle

Mehrere Grabstellen ergeben eine Grabanlage für die ganze Familie

Vorhandene Nutzbarkeit vorab prüfen lassen

Reihengrab (auch Einzelgrab)

Das Reihengrab wird vom Friedhof zugeteilt, eine individuelle Wahl des Standorts ist nicht möglich. Es ist in der Regel günstiger als ein Wahlgrab und eignet sich für eine einzelne Beisetzung.

Zuteilung durch den Friedhof

Nur eine Beisetzung je Grab

Im Normalfall günstiger als ein Wahlgrab

Nach Ablauf der Ruhefrist wird das Feld eingeebnet

Verschiedene Möglichkeiten

Grabarten im Überblick

Individuell

Pflegegräber

Frei gestaltbare Gräber für Urnen- und Sargbeisetzungen. Einfassung und Grabstein werden von einem Steinmetz gesetzt, die Bepflanzung übernimmt die Familie oder ein Gärtner. Während der gesamten Nutzungsdauer ist eine regelmäßige Pflege erforderlich.

Pflegefrei

Gepflegte Gräber

Gestaltung, Stein und Bepflanzung sind vorgegeben und werden durch ein beauftragtes Unternehmen dauerhaft gepflegt. Für Angehörige entsteht kein eigener Aufwand. Die Kosten werden über einen Grabpflegevertrag geregelt.

Unkompliziert

Rasengrab mit Namensplatte

Eine flache Namensplatte im Rasen kennzeichnet die Grabstelle, eine Einfassung gibt es nicht. Die Grabpflege übernimmt der Friedhofsträger. In Haan auf jedem Friedhof verfügbar, jedoch unterschiedlich geregelt.

Zurückgezogen

Anonyme und teilanonyme Bestattung

Die Beisetzung findet in einem nicht gekennzeichneten Gräberfeld statt. Als Angehöriger erfährt man die genaue Grabstelle nicht. Bei der teilanonymen Form ist eine Namensnennung an einer zentralen Stelle möglich.

Selten

Gruften und Mausoleen

Särge oder Urnen werden in Nischen ober- oder unterirdischer Gemäuer beigesetzt. Oberirdische Grabstätten sind häufig begehbar. In Haan ist diese Grabform nicht vorhanden.

Klassisch

Kolumbarium

Urnen werden in geschlossenen Kammern beigesetzt und mit einer gravierten Steinplatte versiegelt. In Haan auf dem evangelischen Friedhof an der Nordstraße und dem Friedhof an der Alleestraße verfügbar.

Naturverbunden

Ausstreuung der Asche

Die Ausstreuung ist in Haan nur auf dem städtischen Friedhof im dafür vorgesehenen Ausstreufeld möglich. Voraussetzung ist eine handschriftliche Willenserklärung des Verstorbenen zu Lebzeiten.

Nachhaltig

Baumbestattung

Die Asche wird an Baumwurzeln in einem Bestattungswald oder auf einem Friedhof beigesetzt. Die Natur übernimmt die Pflege. In Haan ist die Baumbestattung auf dem Waldfriedhof möglich.

Auf dem Wasser

Seebestattungen

Die Seebestattung ist eine würdevolle und naturnahe Möglichkeit, Abschied zu nehmen. Das Meer bietet einen besonderen und unvergesslichen letzten Ort der Beisetzung.

Begleitete Seebestattung

Bei der begleiteten Seebestattung steht den Angehörigen das gesamte Schiff für die Dauer der Beisetzungsfahrt alleine zur Verfügung.

 

Die Urne wird vor Eintreffen der Familie an Bord gebracht, mit Blumenschmuck versehen und aufgebahrt. Persönliche Bilder und Gegenstände können um die Urne herum aufgestellt werden.

Empfang durch den Kapitän an Bord, Überblick über den Ablauf

Fahrt zur Beisetzungsposition, freie Bewegung an Bord

Schiffsglocke erklingt, Rede nach Seemannsbrauch am Achterdeck

Beisetzung der Urne, Runde um das Bestattungsfeld

Dreifaches Hupen als Signal „Gute Reise" – Flagge auf Vollmast

Nur natürliche Materialien erlaubt (Blumen, Blütenblätter, Steine). Keine Kunststoffe oder Metalldrähte aus Umweltschutzgründen.

Stille Seebestattung

Die stille Seebestattung findet ohne Begleitung und ohne festen Termin statt. Der Kapitän übergibt die Urne dem Meer, in der Regel gemeinsam mit mehreren Seeurnen pro Fahrt. Diese Form eignet sich besonders für Beisetzungen auf hoher See oder in weit entfernten Gebieten.

Nach der Beisetzung

In jedem Fall erfolgt eine Meldung der genauen Koordinaten der Beisetzung an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Der Kapitän hält den Vorgang im Logbuch fest.

Die Angehörigen erhalten einen Auszug aus dem Logbuch sowie eine Seekarte mit der genauen Beisetzungsposition.

Alternative Bestattungsarten

Als alternative Bestattungsarten gelten alle Formen der Beisetzung, die nicht auf einem klassischen Friedhof stattfinden. Sie sind häufig naturverbunden, sehr persönlich und oft eng mit den individuellen Werten des Verstorbenen verknüpft.

 

Nicht alle dieser Formen sind in Deutschland direkt umsetzbar, können jedoch in anderen Ländern wie den Niederlanden, der Schweiz oder Frankreich durchgeführt werden. Sprechen Sie uns an, wir zeigen Ihnen in einem persönlichen Gespräch, wie sich auch außergewöhnliche Wünsche würdevoll verwirklichen lassen.