Nachhaltig bestatten

Grün und würdevoll bis zum letzten Schritt

Eine Bestattung ist immer Teil des biologischen Kreislaufs. Ob Erd- oder Feuerbestattung: Mit den richtigen Entscheidungen bei Sarg, Urne, Blumenschmuck und Trauerdruck lässt sich der ökologische Fußabdruck deutlich reduzieren. Wir zeigen Ihnen wie.

Nachhaltig bestatten: ökologisch, regional und bewusst.

Teil des Kreislaufs

Jede Bestattung ist biologisch. Es geht darum, wie man diesen Kreislauf bewusst und schonend gestaltet.

Made in Germany

Ein großer Teil unserer Vollholzsärge und Urnen wird in Deutschland gefertigt, unter anderem in kleinen lokalen Manufakturen.

Kurze Wege in Haan

Von der Blume bis zum Druckpapier: Wir arbeiten mit lokalen Partnern, um CO₂ zu sparen und die Region zu stärken.

Die wichtigsten Aspekte

Was eine Bio-Bestattung ausmacht

Von Sarg über Urne bis hin zu Blumenschmuck und Friedhof: An jedem Punkt lassen sich ökologisch bessere Entscheidungen treffen.

Der Sarg

Naturprodukt

Der Holzsarg ist von Natur aus biologisch abbaubar. Auf lösungsmittelhaltige Leime, Lacke und Beizen kann verzichtet werden. Griffe aus Holz oder Seil, minimaler Metalleinsatz und eine Polsterung aus Holzwolle oder Sägespänen machen ihn besonders nachhaltig. Die Veredelung der Oberflächen erfolgt bei uns grundsätzlich umweltfreundlich, alle unsere Särge liegen hinsichtlich der Umweltstandards weit über den gesetzlichen Mindestanforderungen.

Alle Vollholzsärge unseres Sortiments sind Made in Germany, aus heimischen Hölzern und oft aus nachhaltiger Forstwirtschaft gefertigt. Einzelne Modelle verzichten gänzlich auf Lacke.

Die Urne

Vergänglich & natürlich

Urnen aus Metall, Glas oder Porzellan überdauern Jahrzehnte oder Jahrhunderte im Boden, oft unverändert, wie Ausgrabungen von Hobby-Gärtnern, Archäologen oder Bauherren immer wieder zeigen. Deshalb führen wir ausschließlich Urnen aus vergänglichen Materialien wie Holz, Zellulose, niedertemperatur gebranntem Ton oder anderen Naturstoffen. So kehrt der Verstorbene wirklich in den natürlichen Kreislauf zurück und hinterlässt keinen dauerhaften Fremdkörper im Boden.

Alle unsere Urnen werden ausschließlich in Deutschland gefertigt, viele davon in kleinen lokalen Manufakturen, eine Serie sogar direkt hier in Haan.

Textilien

Natürliche Fasern

Bestattungswäsche wie Talare, Decken und Kissen gibt es in sehr unterschiedlichen Materialien und Fertigungen. Eigene Kleidung des Verstorbenen ist dabei nicht nur die persönlichste, sondern auch die ökologischste Wahl, da sie bereits vorhanden ist und nicht extra gefertigt werden muss. Wer eigene Kleidung wählt, sollte auf natürliche Materialien wie Baumwolle, Schurwolle, Leinen oder Seide achten. Unsere Sarginnenausschläge und Talare werden in Deutschland genäht.

Unser günstigster Sarginnenausschlag ist kein Zufall: Das Modell aus natürlichem Leinen ohne Farbstoffe wird von uns bewusst subventioniert, um den Anreiz zur umweltschonenden Wahl zu fördern.

Trauerdruck

Lokale Produktion

Für Einladungen zur Trauerfeier und Beisetzung muss es kein hochweißes, gechlortes Papier sein. Büttenpapier, recyceltes Papier, Zeitungsanzeigen oder der digitale Versand sind gleichermaßen würdevolle und deutlich umweltschonendere Alternativen. Der eigentliche Druck erfolgt direkt in unserem Institut und spart so Transportwege, ermöglicht absolute Individualität und erlaubt kurzfristige Änderungen bis zuletzt.

Für die speziellen Papierformate bei Trauerdrucksachen arbeiten wir seit Jahrzehnten mit einem Hersteller direkt aus Haan zusammen. Kürzere Wege und Lieferketten sind kaum möglich.

Blumenschmuck

Saisonal

Dank Gewächshäusern und globaler Lieferketten sind heute fast alle Blumenarten das ganze Jahr über verfügbar, ähnlich wie bei Obst und Gemüse. Günstiger, ökologischer und oft auch schöner ist jedoch jahreszeitlicher Blumenschmuck, der zeigt, welche Jahreszeit der Verstorbene auf seinem letzten Weg begleitet. Wer bewusst saisonal wählt, spart Transportwege und unterstützt die regionale Landwirtschaft.

Sämtlicher Blumenschmuck, den Sie bei uns bestellen, wird von einem Floristen direkt in Haan gefertigt.

Der Friedhof

Grüne Lunge der Stadt

Der örtliche Friedhof bietet nicht nur für die Beisetzung selbst, sondern über viele Jahre hinweg die kürzesten Anfahrtswege. Als ruhiges Biotop mitten in der Stadt oder stadtnah gelegen ist er weit mehr als ein Beisetzungsort. Er bietet ökologische Nischen für Kleinstlebewesen, Vögel und viele andere Tiere, die hier besonders geschützt leben. Gleichzeitig ist er für den Menschen ein Ort der Ruhe, der Begegnung und der Erinnerung, eine Kultur- und Kultstätte mit sozialer Funktion, die das Stadtklima verbessert und den historischen Stellenwert einer Gemeinde aufwertet.

Das Grab
nachhaltig gestalten

Ein Grab kann weit mehr sein als ein Ort der Erinnerung. Mit der richtigen Bepflanzung wird es zum kleinen Biotop: Blumen und Gräser machen es insektenfreundlich, größere Gewächse bieten Tieren Unterschlupf. Heimische und beständige Pflanzen reduzieren den Pflegeaufwand und kommen meist ohne Schutzmittel aus. Auch beim Grabstein lässt sich nachhaltig denken: Lokale Steinmetze verarbeiten Natursteine aus der Region, ohne lange Transportwege und ohne den Umweg über Steinbrüche mit fragwürdigen Arbeitsbedingungen. So wird CO2 gespart und Kinderarbeit ausgeschlossen.

 

Vorhandene Grabsteine können umgearbeitet oder von Vorbesitzern übernommen werden. Manche Friedhöfe ermöglichen es sogar, historische Steine in ihrer ursprünglichen Gestalt zu erhalten, ganz im Sinne des Denkmalschutzes.  In Haan besteht zudem die Möglichkeit, ein Baumgrab zu erwerben, sowohl auf einem Friedhof als auch in einem nahegelegenen Bestattungswald.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zur nachhaltigen Bestattung oder möchten Sie sich unverbindlich beraten lassen? Das Beedigungsinstitut Feldhaus Fam. Piepenstock steht Ihnen persönlich zur Verfügung und helfen Ihnen, die ökologisch sinnvollsten Entscheidungen für Ihren individuellen Fall zu treffen.

Mo. bis Fr., 08:00 bis 17:00 Uhr

Krematorium und Umweltverträglichkeit

Viele Bestatter fahren standardmäßig hunderte Kilometer durch Deutschland oder ins Ausland. Wir arbeiten in erster Linie mit dem Bergischen Krematorium in Wuppertal zusammen. So halten wir die Wege kurz und haben mit dem privaten Krematorium einen verlässlichen Partner für viele individuelle Möglichkeiten der Abschiednahme. Auf Anfrage und bei Bedarf arbeiten wir selbstverständlich auch mit anderen Krematorien zusammen.

Erd- oder Feuerbestattung: Was ist ökologischer?

Zu den Umweltauswirkungen beider Bestattungsformen gibt es verschiedenste Theorien, Ansichten und Berechnungen, jedoch keine gesicherten Erkenntnisse oder abschließenden Studien. Bei der Erdbestattung werden Sarg, Leichnam und alle Beigaben im Erdreich über Jahre zersetzt. Medikamente, Zahnfüllungen, Knochen und Gewebe gelangen dabei schrittweise in Atmosphäre, Grundwasser und Boden.

Forscher stellen bei Ausgrabungen antiker Grabstätten erhöhte Konzentrationen an Phosphor, Eisen und Zink fest, was teilweise sogar in der Vegetation sichtbar wird, da Pflanzen über einem Grab durch den natürlichen Dünger besser wachsen.

Der Einfluss auf die Bodenchemie

Bei der Einäscherung werden durchschnittlich bis zu 400 Kilowattstunden Erdgas verbraucht, was dem monatlichen Energiebedarf eines Singlehaushaltes entspricht.

Die anfallende Asche besteht vor allem aus Phosphor und Calcium und düngt ebenfalls den Boden. Sowohl Erd- als auch Urnenbestattung verändern über Jahrzehnte die Bodenchemie der Friedhöfe.

Um einer langfristigen Verschlechterung der Bodenqualität entgegenzuwirken, sollten Friedhöfe Grabfelder gezielt planen und einzelnen Flächen regelmäßige Regenerationsphasen ermöglichen.